Geschichte

1992

Auf Initiative des Jugendamtes in Tuttlingen gründet sich im Februar 1992 ein Arbeitskreis zum Thema „Sexueller Missbrauch“, welcher aus MitarbeiterInnen verschiedener Institutionen der Stadt und Umgebung besteht. Ein Fachbeirat aus Rechtsanwältin, Kinderarzt, Gynäkologe, Sozialpädagogin und Psychologin beraten auf Anfrage hilfesuchende Fachkräfte, ehrenamtlich.

1997

Auf Grund der immer stärker anwachsenden Zahl von Missbrauchsfällen und der steigenden Anzahl von Anfragen von Opfern, Eltern und Pädagogen, auch im Landkreis Tuttlingen, wurde langsam deutlich, dass eine fachgerechte (durch ehrenamtliche MitarbeiterInnen durchgeführte) Betreuung hierfür immer schwieriger wird. Es muss eine qualifizierte Anlaufstelle geschaffen werden, in welcher Fachleute den Opfern, deren Bezugspersonen, sowie allen anderen Ratsuchenden der Sensibilität des Themas entsprechend begegnen und wirksam helfen können. 1997 gründet sich aus diesem Grund der Verein „PHÖNIX – Gemeinsam gegen sexuellen Missbrauch, Tuttlingen“.

1999

Im Mai 1999 eröffnet PHÖNIX im Luginsfeldweg eine Anlaufstelle gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen. Dort ist eine Diplom-Psychologin als Teilzeitkraft tätig.

2000

Ab September 2000 vergrößert sich das Team: eine Diplom-Sozialpädagogin arbeitet nun als Teilzeitkraft mit, hauptsächlich im Bereich der Prävention.

2001

Das Team wird nun durch eine männliche Honorakraft im Bereich „Prävention an Schulen“ unterstützt.

2002

Unser Angebot der Zeugenbegleitung in Strafverfahren wird mit einem finanziellen Zuschuss der Landestiftung Opferschutz unterstützt.

2004

Wir feiern einen Abend lang das 5jährige Bestehen der Anlaufstelle mit einer Lesung, musikalischer Untermalung und viel Austausch mit unseren Gästen.

2005

Wir überarbeiten unsere Konzeption für die Arbeit mit dem Thema „sexueller Missbrauch“ im Landkreis Tuttlingen komplett. Diese Konzeption, die seit der Gründung von PHÖNIX e.V. u.a. durch folgende Institutionen getragen wird:

  • Caritas Schwangerschaftsberatungsstelle in Tuttlingen
  • Evangelisches Kinder- und Jugenddorf Tuttlingen
  • Frauenhaus Tuttlingen e.V.
  • Jugendamt Landkreis Tuttlingen
  • Kreiskrankenhaus Tuttlingen
  • Kriminalpolizei Tuttlingen
  • Psychologische Beratungsstelle Bogenstraße Tuttlingen
  • PHÖNIX

wird nun die Konzeption des Vereins „Phönix“.

2006

Der Verein mietet neue Räume in der Bahnhofstraße 11 an. Dies sind aufgrund der gestiegenen Beratungszahlen notwendig. In der neuen Anlaufstelle gibt es zwei Beratungszimmer und wir sind vor allem für Jugendliche erreichbarer. Eine stundenweise angestellte Bürokraft entlastet die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen. Da unsere Ausgaben höher und die Einnahmen eher geringer werden, können wir unsere Präventionsprojekte nicht mehr kostenlos anbieten.

2007

Für unser Präventionsprojekt in Grundschulen bekommen wir Gelder von der Stiftung dieGesellschafter.de, eine Initiative der Aktion Mensch. So können wir in 4 Grundschulen (Gosheim, Kolbingen, Wilhelmschule und Schildrainschule in Tuttlingen) ein Gesamtprojekt (Elternabend, LehrerInnenfortbildung und Einheiten mit den dritten Klassen) kostengünstig durchführen. Ansonsten werden unsere finanziellen Mittel immer knapper. Wir müssen die Stellen der hauptamtlichen Mitarbeiterinnen kürzen.

2008

Wir erhalten zusammen mit pro familia Freiburg und Wendepunkt Freiburg für ein gemeinsam entwickeltes Präventionsprojekt für den Kindergartenbereich den Stiftungspreis von „Hänsel und Gretel“. Leider kann damit nicht das auf drei Jahre angelegte Modellprojekt finanziert werden. Statt dessen können wir einmalig in je einem Kindergarten in Freiburg und im Kindergarten Bruder Klaus in Tuttlingen das Projekt durchführen. Das Projekt beinhaltet je einen Elternabend, eine Fortbildung für die Erzieherinnen und zwei Einheiten mit den Kindern.

2010

Es gibt ein neues Team für die Präventionsprojekte in Schulen. Der Zuschuss der Landesstiftung Opferschutz wird zum letzten Mal in sehr geringem Umfang bewilligt. Wir müssen uns neue Wege der Geldbeschaffung überlegen.

2012

Eine der hauptamtlichen Stellen kann aufgestockt werden. Dadurch können wir wieder montags Telefonsprechzeiten anbieten. Außerdem bekommt das Team Verstärkung. Eine Sozialpädagogin mit therapeutischer Zusatzausbildung arbeitet vorerst auf 400€-Basis in der Beratung mit.

2013

Phönix und der Landkreis Tuttlingen beschließen ein Kooperationsprojekt im Rahmen der Kampagne der Bundesregierung „Kein Raum für Missbrauch“. Wir entwerfen eine auf 2 Jahre angelegte Fortbildung für Erzieherinnen in Kindertageseinrichtungen. Gemeinsam werden im gesamten Landkreis drei Kurse beworben und organisiert und von uns durchgeführt. Der Landkreis finanziert das Projekt mit 5000€. Zwei der Kurse starten noch in diesem Jahr mit einer zweitägigen Basisfortbildung. Im Team gibt es schon wieder eine Veränderung: Die Sozialpädagogin, die auf 400€-Basis bei uns gearbeitet hat, hört aus privaten Gründen auf. Kurz darauf können wir eine dritte hauptamtliche Stelle mit 25% schaffen. Eine Sozialpädagogin mit theatertherapeutischer Ausbildung verstärkt das Team seit Juli.

2014

Die Anlaufstelle feiert ihr 15jähriges Bestehen!! Dies nehmen wir zum Anlass, um eine interaktive Präventions-Mitmach-Ausstellung für Kinder und Jugendliche im Foyer des Landratsamtes zu präsentieren. Diese Ausstellung haben wir selbst konzipiert und hergestellt. Zehn Klassen und damit über 250 SchülerInnen von Klasse 1 – 5 und einige Privatleute besuchen innerhalb der fünf Tage die Ausstellung.

2015

Es gibt einen Wechsel im Vorstand. Frau Dr. Elke Pollak, die seit Gründung des Vereins im Jahr 1997  in verschiedenen Funktionen tätig war, unter anderem als Finanzreferentin und seit 2010 als 1.Vorsitzende, beendet ihre langjährige Vorstandsarbeit für unseren Verein. Dr. Elke Pollak verabschiedet sich aus dem Vorstand, die bisherige Finanzreferentin Sandra Kienzle übernimmt den 1. Vorsitz. Frau Edeltraut Ewald wird die neue Finanzreferentin.

2016

Unsere Mitmach-Ausstellung steht Anfang des Jahres zwei Wochen im Jugendkulturzentrum in Tuttlingen: 17 Klassen mit insgesamt 241 Schülerinnen waren in der Ausstellung.
Im Juni/Juli steht die Ausstellung  6 Wochen lang im Jugendzentrum in  Aldingen. Insgesamt 11 Schulklassen mit insgesamt 242 SchülerInnen haben die Ausstellung besucht