Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu unseren vielfältigen Angeboten in den Bereichen
– Beratung (Kinder, Jugendliche, betroffene sowie helfende Erwachsene)
– Gesprächs-Gruppen
– Prävention (Fortbildungen, Schutzkonzept-Begleitung, Angebote für Schulklassen)
– Erfahrungsberichte
Ganz wichtig ist: An uns können sich alle Betroffenen wenden!
Als “Betroffene” sehen wir natürlich in erster Linie die Mädchen* und Jungen*, Kinder und Jugendliche, gleich welchen Alters, die direkt Opfer geworden sind.
Des Weiteren unterstützen wir auch für alle Erwachsenen, die in ihrer Kindheit sexuelle Übergriffe oder als Erwachsene sexualisierte Gewalt erlebt haben.
Solche Gewalterfahrungen betreffen nicht nur die Betroffene selbst, sondern verändern auch für deren Umwelt einiges, deshalb beraten wir natürlich auch Eltern, Familienangehörige, Partner*innen, sowie weitere Bezugspersonen wie Lehrkräfte, Betreuer*innen, Trainer*innen usw.
Unser Angebot richtet sich aber auch an alle anderen Personen, die Fragen zu oder Probleme mit dem Thema sexualisierte Gewalt/sexueller Missbrauch haben.
Wir beraten und helfen:
- Jede*r kann anrufen
- Beratung für Betroffene und Angehörige
- Es wird nichts unternommen, was mit den Betroffenen nicht vorher abgesprochen wurde
- Striktes Einhalten der gesetzlichen Schweigepflicht
- Keine Verpflichtung zum Erstatten einer Strafanzeige
- Unsere Beratungen sind kostenlos
- Möglichkeit der Unterstützung durch andere Fachkräfte und Institutionen
Sie erreichen uns unter der Telefonnummer 07461 – 770550.
Unsere telefonischen Beratungszeiten sind Montag 10:00 – 11:00 Uhr und Donnerstag 15:00 – 16:00 Uhr.
Wir sind oft auch außerhalb dieser Beratungszeiten erreichbar. Ein Rückruf erfolgt nur, wenn Sie auf den Anrufbeantworter sprechen.
Unsere E-Mail-Adresse ist anlaufstelle@phoenix-tuttlingen.de
Aktuelle Termine Basisfortbildung
Basisfortbildung „Prävention von sexueller Gewalt an Mädchen und Jungen“
Die Fortbildung für Herbst 2026 findet statt am
1. Termin: Dienstag, 13.10.26, 18:30 bis 21:30 Uhr
2. Termin: Dienstag, 10.11.26, 18.30 bis 21.30 Uhr
in den Räumen von Phönix in der Wilhelmstraße 4 in Tuttlingen statt.
Kontakt: Telefonisch oder per E-Mail


Beratungsangebote für Kinder und Jugendliche
Du suchst Hilfe, aber bist dir noch nicht ganz sicher, was geschehen ist oder du hast sogar Angst?
Du fühlst dich nicht wohl, schämst dich oder du bist sogar wütend weil dich jemand komisch berührt hat, von dir Dinge verlangt hat, die richtig unangenehm waren? Oder du kennst ein anderes Kind oder eine*n andere*n Jugendliche*n, dem so etwas passiert?
Ob du mit deinem Problem, mit dem, was du erlebt hast oder vielleicht noch erlebst, überhaupt richtig bist bei Phönix?
Was sexueller Missbrauch eigentlich ist, kannst Du hier nachlesen: (In den Beispielen reden wir von Kindern, aber sie gelten auch für Jugendliche!)
Wenn eine erwachsene oder jugendliche Person
- einem Kind sagt, wie gut es aussieht; unangenehme Komplimente über den Körper macht oder verlangt, dass das Kind sich auszieht, um den nackten Körper betrachten zu können
- von einem Kind verlangt, dass es sich selber streichelt, während die Person zuguckt
- ein Kind beispielsweise ohne guten Grund an den Beinen, am Po, an der Brust oder im Intimbereich (Vulva, Vagina, Penis) anfasst
- ein Kind oder mehrere Kinder heimlich beobachtet, in Situationen, die unangenehm sind, z.B. auf Toilette, beim An- oder Umziehen oder Duschen
- Bemerkungen über Körper von Kindern macht, die peinlich oder unangenehm sind
- sich selbst vor einem Kind/Kindern auszieht und dann verlangt, dass die Kinder ihn oder sie anschauen, küssen oder anfassen
- ein Kind zu sexuellen Dingen zwingt oder überredet
- von einem Kind verlangt, sich für ein Foto oder für einen Film auszuziehen
- einem Kind Bilder oder Fotos von nackten Menschen zeigt
… dann nennt man das „Sexueller Missbrauch“
Zunächst solltest Du eines ganz deutlich verstehen: Egal, wer dir das angetan hat, niemals durfte dieser Mensch das tun!
Wenn dieser Mensch dir vielleicht auch irgendetwas versprochen hat oder wenn er dir mit irgendwelchen Dingen gedroht hat, das durfte er nicht! Manchmal kann es aber auch so sein, dass es am Anfang spannend war oder es dir vielleicht auch so was wie Spaß gemacht hat. Dann hat dieser Mensch das mit Absicht so gemacht, damit du dich schlecht fühlst. Trotzdem war das, was diese Person gemacht hat, verboten. Sie hätte es niemals tun dürfen!
Die Täter*innen, also diejenigen, die so was verlangen, sind ganz oft Menschen, die das Kind eigentlich ganz gut kennt. Meistens sind es Männer, manchmal aber auch Frauen, die so etwas machen. Manchmal vertraut das Kind ihnen oder es hat sie sogar richtig gern.
Meistens sind das dann sogar Leute aus der eigenen Familie: Der eigene Vater, Stiefvater, ein Onkel, der eigene Opa, der Bruder, ein Freund von der Mutter, ein Cousin; sehr oft auch gute Bekannte, zum Beispiel ein Lehrer, Nachbar oder der Trainer (wenn Du schon älter sein solltest, vielleicht auch Leute aus dem Betrieb). Sie können auch schon selber Kinder haben oder sie können verheiratet sein, können aber auch alleine leben. In den meisten Fällen verlangt der Täter, dass das Kind keinem anderen davon erzählt, es soll ihr gemeinsames „Geheimnis“ sein. Es kann sein, dass er dem Kind mit schlimmen Sachen droht, damit es nichts erzählt. Oder er gibt dem Kind Geschenke, damit es schweigt. Der Täter sorgt dafür, dass das Kind sich selber schuld an dem sexuellen Missbrauch fühlt, damit es sich dafür schämt und deshalb niemandem etwas darüber sagt.
Ganz vielen Kindern, Mädchen und Jungen, ist das auch schon passiert und immer wieder geschieht das, überall. Aber überall gibt es auch solche Menschen, wie es sie hier bei Phönix gibt, die den Kindern wirklich zuhören und glauben und ihnen helfen.
Wir hören dir zu und werden dir ganz sicher glauben und du kannst uns vertrauen. Zusammen können wir überlegen, was jetzt zu tun ist, damit es Dir wieder besser geht. Ruf uns zunächst an, schreibe uns eine E-Mail oder einen Brief, um einen Termin auszumachen, an dem wir uns Zeit für dich nehmen können.
Du musst uns deinen Namen nicht sagen, wenn du nicht willst. Du kannst auch gerne eine Person, der du vertraust (z.B. Freundin, Eltern), mitbringen.
Den ersten Schritt hast Du ja schon gemacht, indem Du diese Seite aufgerufen hast. Und den zweiten, dritten und die weiteren Schritte danach… Das schaffst du ganz bestimmt auch!
Du wirst vielleicht richtig viel Mut brauchen, doch gemeinsam mit den Leuten von Phönix wirst du das auch hin bekommen.
Beratungsangebote für betroffene Erwachsene
Menschen, die in ihrer Kindheit und/oder zu anderen Zeitpunkten ihres Lebens sexuelle Gewalt erfahren haben, haben vielfältige Überlebensstrategien entwickelt. Gefühle von Trauer, Schmerz, Ekel, Hilflosigkeit und Ohnmacht mussten verdrängt werden.
Im Erwachsenenalter melden sich diese Gefühle meist wieder in verschlüsselter Form, wie z.B. über diffuse Angstzustände, Phobien oder psychosomatische Leiden. Sexualität und Partnerschaft sind häufig stark belastete Themenbereiche. Die Menschen finden sich wiederholt in Gewaltsituationen wieder, leben in schädigenden Beziehungen oder erleben Mobbing am Arbeitsplatz. Im Laufe der Jahre wächst der Druck, die Verdrängung funktioniert immer schlechter – oder es wächst der Wunsch, nicht mehr wie bisher „nur“ zu überleben, sondern gut zu leben.
Sexuelle Übergriffe alleine bewältigen zu müssen, ist oft eine Überforderung. Auch als erwachsene Frau* oder als erwachsender Mann* dürfen Sie sich Hilfe holen!
Unser kostenloses Angebot für betroffene Erwachsene:
- Beratung
- Begleitung vor, während und nach einer Strafanzeige
- Kontakt und Vermittlung weiterführender Hilfs- und Unterstützungsangebote
- Kooperations- und Vernetzungsarbeit
- Außerdem bieten wir für betroffene Frauen* die Teilnahme an einer begleiteten Frauengruppe an (siehe unten).
Unsere Rahmenbedingungen:
- Wir unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht.
- Wir haben keine Verpflichtung zur Erstattung einer Strafanzeige und wir unternehmen nichts, was Sie nicht möchten und was mit Ihnen nicht abgesprochen ist.
- Sie können mit uns darüber sprechen, was Sie erlebt haben – aber Sie müssen es nicht erzählen.
Wir können Ihnen dabei helfen, die ständig wiederkommenden Schwierigkeiten im Alltag oder in der Beziehung zu minimieren oder zu lösen bzw. einen anderen Umgang damit zu finden.
Um einen Beratungstermin zu vereinbaren, nehmen Sie bitte telefonisch oder per E-Mail Kontakt mit uns auf und vereinbaren Sie einen Termin. Sie können gerne eine Freundin, ihren Partner oder sonst eine Vertrauensperson zu ihrer Unterstützung zur Beratung mitbringen.
Beratungsangebote für mitbetroffene und/oder helfende Erwachsene
Sexueller Missbrauch darf kein Tabu-Thema bleiben!
Wenn Sie Fragen haben, Unterstützung brauchen oder Informationen möchten, sind wir die richtigen Ansprechpartnerinnen.
Unsere Angebote für helfende Erwachsene sind:
- Beratung und Begleitung für Partner*innen von Betroffenen
- Beratung und Begleitung für Eltern und Bezugspersonen von Betroffenen
- Prävention: Elternabende
- Fortbildungen für Teams und Institutionen
- Vernetzung und Zusammenarbeit mit pädagogischen und therapeutischen Fachkräften
Meist können Erwachsene nur bedingt mit dem Thema „sexueller Missbrauch“ umgehen bzw. angemessen darauf reagieren.
Wesentliche Gründe hierfür sind die noch weit verbreitete Tabuisierung, schematisierte Denkweisen, Glaubenskonflikte oder „ganz einfach“ die Unvorstellbarkeit einer solchen Tat. Oftmals haben Erwachsene auch Angst davor Probleme zu bekommen oder Probleme zu verursachen. Wir alle sollten aber verstehen, dass Empörung allein nicht ausreicht, sondern wir alle für den Schutz von Kindern verantwortlich sind.
Weitere Informationen für helfende Erwachsene (bitte anklicken!)
Grundsätzlich ist es tatsächlich nicht einfach, mit diesem Thema umzugehen. Unüberlegtes, schnelles Handeln kann schwere Folgen für das Opfer haben. Reagieren Sie im entsprechenden Fall behutsam und überlegt. Sollten Sie mit einem Fall von sexualisierter Gewalt / sexuellem Missbrauch an Kindern oder Jugendlichen konfrontiert sein, müssen sie ihre Reaktionen und Handlungsweisen sehr gut durchdenken. Bitte handeln Sie nicht überstürzt! Ob Sie Gewissheit haben über den sexuellen Missbrauch eines Kindes oder nur einen vagen Verdacht –es ist sehr wichtig, dass Sie Ihr weiteres Vorgehen mit fachlich geschulten Kräften abstimmen. Suchen Sie bitte eine entsprechende Beratungsstelle auf. Dort werden die Mitarbeiter*innen mit Ihnen abklären, inwieweit sich Ihr Verdacht erhärtet und was dann unternommen werden kann.
Die Mitarbeiterinnen von Phönix unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht und sie unternehmen nichts, ohne es mit Ihnen abgesprochen zu haben. Sie müssen also nicht befürchten, dass sie eine Maschinerie in Gang setzen, die Sie nicht mehr stoppen können. Unbedachtes Handeln kann die Situation des betroffenen Kindes unter Umständen noch verschlechtern. Bitte unterlassen Sie eigenmächtige Schritte gegenüber einem (mutmaßlichen) Täter!
Es gibt natürlich keine allgemeingültigen Richtlinien, was zu tun ist, aber Folgendes sollten Sie bedenken:
- Versuchen Sie, Ruhe und Fassung zu bewahren
- Glauben Sie dem Kind
- Lassen Sie das Kind wissen, dass es nicht seine Schuld ist, sondern, dass sie ganz allein beim Täter liegt
- Lassen Sie sich von Fachleuten beraten – aber erstatten Sie zunächst keine Anzeige (zumindest nicht bevor eine Abstimmung mit Fachleuten erfolgt ist).
Das ist sexueller Missbrauch:
Um ein gewisses Maß an Kenntnis über sexualisierte Gewalt/sexuellen Missbrauch zu haben, möchten wir Ihnen hier aufzeigen, was man überhaupt darunter zu verstehen hat:
In allererster Linie übt sexuellen Missbrauch aus, wer:
- Kinder/Jugendliche dazu nötigt, bei sexuellen Handlungen zuzusehen bzw. sie/ihn nackt anzusehen
- Kinder/Jugendliche berührt oder sich selbst von ihnen berühren lässt, um sich selber dadurch sexuell zu erregen
- Intimbereiche des Kindes/Jugendlichen berührt und sie zu allen Arten von Geschlechtsverkehr oder zu sexuellen Handlungen nötigt
- Kinder/Jugendliche zu pornografischen Handlungen nötigt bzw. ihnen Pornografie vorführt
Sexueller Missbrauch von Kindern…
…bezeichnet sexuelle Handlungen mit, an oder vor Kindern.
Typischerweise spielt dabei ein Macht- oder Wissensgefälle zwischen dem (zumeist) erwachsenen Täter und seinem kindlichen Opfer eine zentrale Rolle. Als missbräuchlich werden solche Handlungen bezeichnet, da sie das Selbstbestimmungsrecht des Opfer verletzen und dem Kind großen Schaden, psychischer und manchmal auch körperlicher Art, zufügen.
Im Unterschied zu Sexualdelikten unter Erwachsenen spielt eine „Einwilligung“ des Opfers keine Rolle für die Beurteilung der Missbräuchlichkeit, da Kindern das nötige Wissen oder die geistige Reife für solche Entscheidungen fehlt. (Als Kinder werden Personen vor dem 14. Lebensjahr verstanden.)
Sexueller Missbrauch von Jugendlichen…
…bezeichnet sexuelle Handlungen mit, an oder vor Personen, die mindestens 14 Jahre und noch keine 18 Jahre alt sind. Als missbräuchliche Handlungen werden hier alle Arten von Handlungen verstanden, die das sexuelle Selbstbestimmungsrecht des Opfers verletzen.
Sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen ist meist keine Einzeltat, sondern verläuft in vielen Fällen über einen längeren Zeitraum. In den allermeisten Fällen finden sich Täter*innen in der eigenen Familie (evtl. Eltern, Geschwister, Großeltern, nahe Verwandte) bzw. im Freundes- oder Bekanntenkreis der Familie oder aus dem nahen Vertrautenkreis der Opfer (z.B. Lehrkräfte oder Trainer*innen).
Gruppen für Betroffene
Phönix bietet bei ausreichender Nachfrage folgende Gruppen an:
Gruppe für betroffenen Frauen*
Die Durchführung der Gruppe ist unter anderem von der Anzahl der Anmeldungen abhängig.
Wenn Sie Fragen zur Gruppe und/oder Interesse an der Teilnahme haben, rufen Sie uns bitte an oder schicken uns eine E-Mail und lassen sich auf die Warteliste setzen.
Bevor die Gruppe beginnt, führen wir ein Vorgespräch mit Ihnen.
Allgemeine Informationen zur Frauengruppe: (bitte anklicken)
Die geschlossene Gruppe umfasst 6-8 Teilnehmerinnen. Die Anzahl der Teilnehmerinnen richtet sich unter anderem nach dem Schweregrad der Folgen bzw. Traumatisierungen der Betroffenen. Die Gruppe findet an 12 Abenden in je 2-stündigen Sitzungen statt.
Vor Beginn der Gruppenabende findet pro Frau ein kostenloses Informationsgespräch mit beiden Gruppenleiterinnen statt, in denen ihre Motivation und ihre Gruppenfähigkeit geklärt wird, um eine mögliche Überforderung der Frauen zu vermeiden. Außerdem bietet das Gespräch die Möglichkeit, die beiden Gruppenleiterinnen kennenzulernen.
Danach findet ein sogenannter „Schnupperabend“ statt, bei dem die Frauen sich kennenlernen können. Am Ende dieses Abends entscheiden sich die Frauen, ob sie an der Gruppe teilnehmen möchten und unterschreiben dann gegebenenfalls den Gruppenvertrag.
Geleitet werden die Gruppen von zwei erfahrenen Leiterinnen (Fachberaterin für Traumaarbeit, Systemische Paar- und Sexualtherapeutin, systemische Familientherapeutin), die über Kenntnisse entsprechender Störungsbilder wie Borderline oder posttraumatische Belastungsstörungen verfügen.
In der von uns begleiteten Frauengruppe arbeiten wir mit Methoden aus der Gestalttherapie und der Traumaarbeit, mit Gesprächen, Imaginations- Verfahren nach Luise Reddemann, Körper- und Wahrnehmungsübungen, Elemente aus dem Psychodrama, der Verhaltenstherapie und der systemischen Therapie.
Wichtig ist uns während der gesamten Zeit der Arbeit mit den Frauen die Beachtung und Analyse des Gruppenprozesses.
Sekundärprävention mit sexuell missbrauchten Frauen verstehen wir zum einen als Teil der Aufarbeitung und somit der Integration der traumatischen Erfahrungen in ihr Leben und zum anderen als Stärkung ihrer Persönlichkeit und somit größeren Schutz vor zukünftigen potentiellen Grenzverletzungen. Das erfordert von den einzelnen Frauen die Bereitschaft zur Aufgabe ihrer Opferrolle und beinhaltet damit zugleich die Chance in ein aktiv gestaltetes und selbstbestimmtes Leben eintreten zu können.
Kosten:
Die Teilnehmerinnen zahlen pro Sitzung 20€ Eigenanteil (Nachlass, bis hin zu kostenloser Teilnahme, ist je nach finanzieller Situation möglich.)
Gruppe für betroffene Kinder und/oder spezifisch für betroffene Mädchen*
kann angeboten werden, wenn wir genug Anfragen haben. Für Informationen und/oder einen Platz auf der Warteliste fragen Sie bitte bei uns an!

Fortbildungsangebote für Institutionen und Vereine
Die meisten der nachstehenden Fortbildungen können auch in Form von Informationsveranstaltungen / Impulsvorträgen gebucht werden. Sie sind im Gegensatz zu den Fortbildungen für eine größere Anzahl von Teilnehmer*innen geeignet. Da sie zeitlich kürzer sind, können die Themen nicht so vertieft verarbeitet werden.
Über die Fortbildungsthemen hinaus können weitere individuelle Themen Inhalt der Vorträge sein (z.B. erweitertes Führungszeugnis in Vereinen).
Basisfortbildung A
Inhalte: Definition, Zahlen und Fakten, TäterInnen-Opfer-Dynamik, Situation der betroffenen Kinder und Jugendlichen, Warnzeichen, Intervention/Handlungsmöglichkeiten.
Basisfortbildung B
Gleicher Inhalt wie oben, allerdings liegt hier der Schwerpunkt mehr bei der Prävention als bei der Intervention
Die Basisfortbildungen können auch im Rahmen von Ausbildungen für Jugendgruppenleiter gebucht werden. Die Themen werden altersentsprechend bearbeitet und gewichtet.
Sind Sie interessiert? Informationen zu den Kosten und den organisatorischen Rahmenbedingungen können Sie gerne telefonisch oder per E-Mail bei uns erfragen.
Beispiel-Bausteine:
- Prävention von sexuellem Missbrauch
- Sexueller Missbrauch in Institutionen
- Sexuelle Grenzverletzungen unter Jugendlichen
- Angehörige von Betroffenen
Konzeptionelle Entwicklung eines Schutzkonzeptes
Wir begleiten Sie bei Entwicklung eines individuellen Schutzkonzeptes. Umfang und Inhalt richen sich danach, was Sie schon entwickelt haben bzw. was Sie noch brauchen. Nach einer gemeinsamen Bedarfsanalyse stellen wir Ihnen das für Sie passende Angebot zusammen.
Erste Informationen für Schulen
Angebotsübersicht Schutzkonzept für Schulen
Basisfortbildung „Prävention von sexueller Gewalt an Mädchen und Jungen“
Seit vielen Jahren führen wir Fortbildungen zu den verschiedensten Themen im Bereich sexueller Missbrauch/sexuelle Gewalt durch. Dies ist eines unserer wichtigsten Standbeine im Bereich Prävention. Je mehr Menschen informiert und sensibilisiert sind in diesem Bereich, desto geschützter sind Mädchen* und Jungen* und desto schwerer haben es Täter*innen.
Üblicherweise werden wir von einer Institution oder einem Verein für Fortbildungen angefragt. Aber nicht jede Institution/ jeder Verein kann und/oder will sich mit dem Thema auseinandersetzen. Einzelne Mitarbeiter*innen oder Mitglieder wären aber interessiert daran, sich in diesem Bereich weiterzubilden, Informationen zu bekommen, präventiv tätig zu werden. Für diese Personen bieten wir in unregelmäßigen Abständen eine institutionsunabhängige, zweiteilige Fortbildung an.
Hier die Rahmenbedingungen:
Die Fortbildung findet üblicherweise an zwei Terminen unter der Woche jeweils von 18.30 – 21.30 Uhr in den Räumen von Phönix in der Wilhelmstraße 4 in Tuttlingen statt.
Zielgruppe: Pädagogische Fachkräfte und Personen, die im Ehrenamt mit Kindern oder Jugendlichen arbeiten
Teilnehmerzahl: 8- 12 Teilnehmer*innen (Die Fortbildung findet bei mindestens 5 Anmeldungen statt.)
Inhalte: Definition, Zahlen und Fakten, Täter*innen-Opfer-Dynamik, Situation der betroffenen Kinder und Jugendlichen, Warnzeichen, Intervention/Handlungsmöglichkeiten. Prävention auf institutioneller und persönlicher Ebene
Leitung: Sabine Dietrich und Johanna Zelano (hauptamtliche MitarbeiterInnen von Phönix e.V.)
Gesamtteilnahmebetrag für beide Veranstaltungen: 100€.
Aktuelle Termine: können Sie auf unserer Seite „Aktuelles“ entnehmen. Sollte es gerade keine aktuellen Termine geben, ist es möglich, sich unverbindlich auf eine Warteliste setzen zu lassen. Wir schreiben Sie dann an, sobald die neuen Termine feststehen.
Die Reihenfolge der Anmeldungen ist ausschlaggebend.
Kontakt: telefonisch oder per E-Mail bei uns
Präventionsangebote für Schulklassen
Besuche bei uns in der Beratungsstelle / Informationsstunden
für Schulklassen 8 und 9 beziehungsweise Schulklassen ab Klasse 6
Begleitung der Lehrkräfte und/oder der Schulsozialarbeit
Hierfür bieten wir die Möglichkeit, bei einem 60-minütigen Besuch unsere Beraterinnen und unsere Arbeitsweise kennenzulernen, sowie einen altersentsprechenden Kurzinput zum Thema „Basiswissen sexualisierte Gewalt“ zu erhalten.
Dies soll den Zugang zu unserer Beratungsstelle erleichtern, den Schüler*innen ermöglichen, gegebenenfalls gemachte Erfahrungen einordnen zu können und ihnen darüber hinaus aufzeigen, wo sie niedrigschwellig Hilfe bekommen können.
Dieses Angebot ist konzipiert für die Klassenstufen 8 und 9, lässt sich bei Bedarf aber auch an jüngere Schüler*innen ab Klassenstufe 6 anpassen. Es steht allen Schularten offen.
Die Beratungsstellenbesuche sind für Mittwochvormittags terminiert.
Bei Interesse, für weitere Informationen und für terminliche Absprachen wenden Sie sich bitte an Sabine Dietrich unter anlaufstelle@phoenix-tuttlingen.de. Bitte planen Sie dafür genügend Vorlaufzeit ein.
Sie sind Startchancen-Schule?
Wir sind als Kooperationspartner registriert, d.h. Sie können die Kosten für Ihren Besuch bei uns einreichen.
Wir freuen uns sehr auf Ihr Kommen!
Alternativ können Sie gerne ein Informationsstunde (60 Minuten) buchen, für die eine Beraterin von Phoenix in Ihre Klasse kommt.
Interaktive Ausstellungen
Für genauere Informationen zu unseren interaktiven Präventionsausstellungen „Schau hin“, für die Mittelstufe, also Jugendliche der Klassen 7 bis 9 und darüber hinaus und „Schau genau“ für Kinder in der Grundschule gehen Sie bitte auf die Seite Ausstellungen.
Erfahrungsberichte
Im Folgenden finden Sie Erfahrungsberichte aus unseren unterschiedlichen Bereichen. Um sie zu öffnen, klicken Sie bitte auf die jeweilige Textzeile:
„Meine Geschichte“ – Gedicht einer Betroffenen
Meine Geschichte!!
Meine Geschichte fing so vor ca. 40 Jahren an,
es ist erst sieben Jahre her das ich darüber sprechen kann.
Durch meinen jetzigen Ehemann ist es mir schließlich gelungen darüber zu reden,
glaubt es mir dadurch hat sich einiges geändert in meinem Leben.
Dann hab ich noch erfahren, das es meiner jüngeren Schwester auch passierte,
vom selben Mistkerl missbraucht, ihr könnt euch vorstellen das ich da nix mehr kapierte.
Von da an versuchten wir Schwestern einen Weg gemeinsam zu gehen,
in dieser Zeit ist vieles geschehen.
Denn meine Schwester hatte schon einen Weg eingeschlagen,
dabei ist ihr so manches widerfahren.
Wir mussten lernen und verstehen dass jeder von uns seinen eigenen Weg muss gehen.
Mit meinem Mann und einer Freundin suchte ich mir Hilfe,
was sicher nicht einfach war.
Jahrzehnte hab ich darüber geschwiegen und nun
mit jemand Fremdem darüber sprechen sah ich als eine Gefahr.
Bis wir die richtige Stelle bei Phönix dann fanden,
waren wir an vielen Stellen die alle bei mir nicht konnten landen.
Bei Phönix hatte ich vom ersten Moment an ein gutes Gefühl,
doch was da passierte davon wusste ich noch nicht viel.
Jede Woche ging mein Weg in die Beratungsstelle um mir Hilfe zu holen,
mit meiner Freundin zur Seite so hat man mir das empfohlen.
Den Weg dahin hatte ich allein noch nicht geschafft, dafür fehlte mir noch die Kraft.
Es wurde von mal zu mal durch vieles reden etwas besser
und mein Wille es zu schaffen immer fester.
Dann kam der Tag und ich ging alleine hin,
alles zu schaffen das wäre der Hauptgewinn.
Doch fiel ich hin und wieder auch in ein tiefes Loch und dachte nun ist es aus,
doch durch die Hilfe von Phönix, fand ich immer wieder heraus.
Eine kleine Wunde wird sicher immer bleiben,
doch ich habe gelernt wie man nicht mehr darunter muss leiden.
Darüber viel reden machte sehr viel Sinn und ich bin froh dass ich Woche für Woche zu dieser Stelle ging.
Mit diesem Gedicht möchte ich noch mal Danke sagen, ihr gabt mir die Kraft nicht zu verzagen.
Ich sehe der Zukunft nun positiv entgegen und freu mich auf mein weiteres Leben.
(Gedicht einer Betroffenen)
Bericht Phönix-Seminar für Tagesbetreuung für Kinder e.V.
Tagesbetreuung für Kinder e.V. Tuttlingen
Mit diesem wunderbaren, tiefgehenden Satz ging die erste Einheit zum Thema „Sexuelle Gewalt- Intervention und Prävention“ zu Ende. Frau Zelano von „Phönix“ hatte einen interessanten Vortrag für uns vorbereitet, den Sie mit allerhand Beispielen und viel Praxisbezug schmückte.


