Aktuelles


 

Zeitungsartikel vom 09.07. im Gränzbote:
Phönix – gemeinsam gegen sexuellen Missbrauch e.V.

Freude über erste Präsenz-Sitzung in diesem Jahr

Nachdem die letzten Vorstandssitzungen seit Monaten nur noch digital stattgefunden hatten, war die Freude darüber groß, sich endlich wieder persönlich in der Anlaufstelle des Vereins in der Wilhelmstrasse treffen zu können. Die Mitarbeiterin Sabine Dietrich berichtete dem Vorstand von der hohen Auslastung aller Beraterinnen. Der Grund dafür ist die im Gegensatz zum Vorjahr bereits stark gestiegene Anzahl von neuen Fällen von Betroffenen, die eine Beratung wünschen. Erfreulicherweise musste bisher keine hilfesuchende Person abgewiesen werden. Die im Mai veröffentlichte Statistik des Bundeskriminalamts weist für 2021 eine um 6,3 % gestiegene Zahl der angezeigten Fälle von sexualisierter Gewalt an Minderjährigen aus, sowie eine Erhöhung der Anzeigen von Kinderpornografie um 108 %. Und das sind jeweils nur die bekannt gewordenen Fälle! Daher geht der Verein auch von einem weiterhin hohen Bedarf an Gesprächsbedarf aus. Es ist deshalb eine Aufstockung in der Beratungsarbeit geplant. Die Finanzierung der Vereinsarbeit beruht zum Teil auf dem Zuschuss des Landratsamts als größtem Einzelposten und ansonsten auf Spenden, wobei der Verein eine Basis von verlässlichen Einzelspendern hat. Jedoch bleibt dennoch eine beträchtliche Summe die anderweitig generiert werden muss. Letztes Jahr hatte der Verein das große Glück, von der „Schritte-Challenge“ der Fa. Paul Leibinger Tuttlingen zu profitieren, die einen Betrag von 30.000 € in die Vereinskasse fließen ließ. Diverse Förderprogramme schütten Gelder leider oft nur projektbezogen aus. Förderungswürdige Projekte fallen jedoch bei Phönix nur sehr selten an. Das sind z.B. Mädchen- oder Frauengruppen, in denen eine präventive Beratung stattfindet. Das eigentliche Projekt des Vereins ist die Beratung und Begleitung von durch sexuellen Missbrauch betroffenen Personen, vornehmlich von Mädchen und Jungen gleich welchen Alters, aber auch von Erwachsenen und Angehörigen. Die Beratungen sind kostenlos und finden unter strikter Einhaltung der gesetzlichen Schweigepflicht statt. Der Verein ist u.a. vernetzt mit der Landeskoordinierungsstelle spezialisierter Fachberatung bei sexualisierter Gewalt, die mit ihrer Expertise den örtlichen Beratungsstellen mit Rat zur Seite steht. So sind bundesweit verbindliche Qualitätskriterien für die Arbeit gewährleistet.

 


V. l.: Sandra Kienzle-d’Ernesto (1. Vorsitzende), Mathias Schwarz (Kassenwart), Brigitte Schwarz (Schriftführerin), Edeltraud Fischer, Katja Gleim.   Autorin/Autor des Bildes: Phönix


 

Endlich wieder Präsenzveranstaltungen möglich !
Johanna Zelano bildet die Tagesmütter in Tuttlingen fort.

Mehr Informationen dazu finden Sie:  hier klicken

 


 

PRESSEMITTEILUNG:
Gemeinsam sind wir stärker: 45 Fachberatungsstellen bei sexualisierter Gewalt schließen sich zusammen

Pressemitteilung LKSF 2

 


PRESSEMITTEILUNG:
Kerstin Claus ist neue Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung

220330_PM Berufung UBSKM

 


 

Phönix Jahreshauptversammlung
Gemeinnütziger Verein gegen sexuellen Missbrauch

Nachdem sie letztes Jahr coronabedingt ausgefallen war, konnte die Jahreshauptversammlung nunmehr abgehalten und die Vorstandswahlen durchgeführt werden. Für zwei Jahre wiedergewählt wurden: Sandra Kienzle-d’Ernesto, 1. Vorsitzende, Jasmin Haffa, 2. Vorsitzende, Mathias Schwarz, Finanzreferent, Brigitte Schwarz, Schriftführerin, sowie die Beisitzer Edeltraud Fischer, Katja Gleim und Dieter Meyer.
Rückblickend erinnerte die 1. Vorsitzende an die bundesweite Aktion „Kein Kind alleine lassen“, der sich Phönix mit der Verteilung von Postern und auch Plakaten an Litfaßsäulen (siehe Foto) angeschlossen hat. Leider mussten geplante Präventionsveranstaltungen an Schulen pandemiebedingt ausfallen. Diese sollen ab 2022 wieder angeboten werden. Ebenso ist eine Mädchengruppe geplant und auch eine Frauengruppe steht an. Zwei neue Honorarkräfte wurden gewonnen, die noch eingearbeitet werden müssen. Auch beim JuKoP-Projekt (Jugendamt+Polizei) ist man dabei.
Die Beraterinnen Sabine Dietrich und Johanna Zelano berichteten von Mehrarbeit während der anhaltenden Corona-Pandemie. So wurden Beratungen vor allem telefonisch, online oder auch bei Spaziergängen abgehalten. Erfreulicherweise waren die Beratungen per Telefon annähernd so gut durchzuführen wie bei persönlichen Treffen. Manche Betroffenen konnten sich sogar im telefonischen Austausch unbefangener öffnen.

Vorteilhaft war zudem, dass Fortbildungsveranstaltungen und Kooperationstreffen online angeboten wurden. Dadurch konnten die Fachberaterinnen problemlos an Veranstaltungen teilnehmen, ohne dafür irgendwohin reisen zu müssen.
Sehr positiv bewertet wurde der erste Klausurtag des Vereins im Oktober unter Leitung der versierten Supervisorin Frau Schumacher. Dort wurden u.a. Ziele für die Zukunft formuliert, wie z.B. mehr Öffentlichkeitsarbeit in den sozialen Medien. Zu diesem Thema fand Anfang November ein interessanter digitaler Infoabend hinsichtlich medialer Präsenz auf Instagram statt. Es wird erhofft, über dieses Medium eine breitere Bekanntheit bei jungen Menschen zu erreichen, die dadurch erfahren, an wen sie sich im Fall von sexuellem Missbrauch hier in der Region wenden können. Auch potenzielle Spender oder Neumitglieder können vielleicht dadurch angesprochen werden.

 


 


Der Jahresbericht 2020 steht im Downloadbereich zu Ihrer Verfüngung. Zu allen Jahresberichten:  hier klicken 

Viel Spaß bei  Lesen!

 


 

 Artikel aus: Gränzbote / Schwäbische Zeitung

 


 

 


 


 

Familienunternehmen spendet für Verein gegen sexuellen Kindesmissbrauch
Leibinger läuft für Phönix


10.000 Schritte sollte jeder täglich laufen, um fit und gesund zu bleiben. Wer einen Schrittzähler nutzt weiß, dass das im Alltag kaum erreicht wird. Die Paul Leibinger GmbH & Co. KG aus Tuttlingen hat sich daher entschlossen als Motivationskick für seine Mitarbeiter eine Schritte-Challenge ins Leben zu rufen. Die gesammelten Schritte werden am Ende in einen Geldbetrag umgewandelt, der an den Phönix e.V. Tuttlingen gespendet wird. Der gemeinnützige Verein gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen ist auf Spenden dringend angewiesen und freute sich sehr über die Zusage.

„Der Corona-Lockdown hat die Situation verschärft. Geschlossene Schulen und Kindergarten sowie fehlende Freizeitmöglichkeiten führen dazu, dass betroffene Kinder häuslichen Missbrauchs keine Fluchtmöglichkeit haben und auf außenstehende Bezugspersonen treffen“, erklärt Sandra Kienzle-D´Ernesto vom Verein Phönix. „Zudem sind Präventionsveranstaltungen vor Ort aktuell leider nicht möglich.“

Geschäftsführerin Christina Leibinger ist es ein ganz besonderes Anliegen, dazu beizutragen, die Hilfsangebote von Phönix aufrecht zu erhalten und, wo möglich, auszuweiten. Deshalb hat die Firma Leibinger eine Schritte-Challenge ins Leben gerufen. Die rund 250 Mitarbeiter werden so – trotz geschlossener Sporteinrichtungen und weniger Bewegung aufgrund Kontaktbeschränkungen und Homeoffice – zu mehr Schritten motiviert, die der Gesundheit und dem guten Zweck dienen.

Vom 1. Mai bis 11. Juni können die teilnehmenden Mitarbeiter ihre täglich gelaufenen Schritte in einer App erfassen. Je mehr Schritte die Mitarbeiter laufen, umso mehr tun sie sich selbst etwas Gutes. Schließlich lockert Laufen den ganzen Körper, löst Verspannungen und wirkt befreiend bei Stress. Und je mehr Schritte erlaufen werden, umso mehr kann die Arbeit des Vereins Phönix unterstützt werden, die vor allem darin besteht, Betroffenen von sexuellem Missbrauch zu helfen. Das gilt sowohl für erlittenen Missbrauch der aktuell passiert als auch für länger zurückliegende Erfahrungen, die unverarbeitet sind. Phönix bietet Hilfe und Beratung direkt, kostenlos und diskret. Das Angebot richtet sich an Betroffene aller Altersstufen und Geschlechter. Um möglichst vielen Menschen helfen zu können ist der gemeinnützige Verein auf Spenden angewiesen. Jeder Beitrag ist willkommen. Auch über neue Mitglieder, ob passiv oder aktiv, freut sich der Verein.

Ihre Unterstützungsmöglichkeiten anklicken

 

 

Leibinger-Walker beim Tuttlinger Laufenvent Run&Fun 2019.

Weil solche Sportmöglichkeiten aktuell ausfallen, hat Leibinger eine Schritte-Challenge zugunsten von Phönix ausgerufen.

 

 

 

 

 

 


 

 

Positionspapier von Fachberatungsstellen zu sexualisierter und geschlechtsspezifischer Gewalt

Gemeinsame Stellungnahme gegen Instrumentalisierung von Rechts_BKSF_bff_BAG FORSA_DGfPI

 


 

 

„Wir sind dabei: Kampagne 100% Beratung!“

Klick zu: Kampagne 100% Beratung

Mit der Kampagne 100% für Beratung wollen die spezialisierten Beratungsstellen auf ihre wichtige Arbeit aufmerksam machen und
eine angemessene Finanzierung fordern.


Bundeskoordinierung Spezialisierter Fachberatung (BKSF)

Seit Mai 2017 gibt es auf Bundesebene die Koordinierung der spezialisierten Fachberatungsstellen, die gegen sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend arbeiten.
Nähere Informationen dazu :  Klick hier